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145#ein gemeinsames Einverständnis

Monday, September 6th, 2010

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Ich bin heute Fahrrad gefahren. Eigentlich fahr ich jeden Tag Fahrrad, aber heute bin ich das erste Mal seit langem mit meinem guten Fahrrad gefahren, dass noch bei meinen Eltern stand. Jetzt ist es hier, hier in Berlin. Ich bin schnell gefahren, sehr schnell. Ich war die schnellste. Bin an allen anderen Fahrradfahrern vorbei gerast. Jeder Tritt hat mich sehr viel weiter gebracht. Die Straßen, die Menschen, die Dinge um mich herum sind an mir vorbei geflogen. Es war kein Spazierenfahren. Es war ein Fahren im Rhythmus der Stadt, im Leben Kreuzköllns. Ich habs genossen.

Hinterher glühten meine Wangen und mein Körper strahlte eine Hitze aus, dass man mich als Heizkörper in eine Wohnung hätte stellen können.

Ich hörte mit vielen Erinnerungen besetzte Musik, es zauberte mir ein Lächeln aufs Gesicht und der Wind rauschte durch meine Wimpern. Es war ein Durchbrechen von Raum und Zeit und irgendwo auf der Oberbaumbrücke und der Warschauer Brücke ein Blick gen Westen Richtung sonnendurchfluteter Abendstadt, ein kurzes Glücklich Sein, ein Händedruck mit mir und der Stadt und der Welt, ein Sich Zunicken, ein gemeinsames Einverständnis.

144#Donnerstag

Thursday, August 26th, 2010

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Ich bin in Herbststimmung.

Wintersemester steht vor der Tür.

Es regnet.

Kein Sommerregen.

Herbstlicher Dauerregen.

Erkältung.

charlottenburgertor1

Regenmusik.

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143#Die Eleganz des Igels

Saturday, August 21st, 2010

Ich bin sicherlich niemand, dem man eine Buchrezension in Arbeit geben würde. Was ich schreibe, entspringt direkt meinem Kopf und ist geprägt von Emotionen, persönlicher Situation und Umgebung und könnte im nächsten Moment schon wieder ganz anders aussehen. Ich lese gerne und eigentlich auch viel und bin Uarrrs Idee zum Lesezirkel gefolgt und möchte mich jetzt zum zuletzt gelesenen Buch äußern.

Es ist bereits das zweite Buch im Lesezirkel. Das erste, „Der Electric Kool-Aid Acid Test“ von Tom Wolfe, habe ich noch nicht fertig gelesen, hoffe das aber noch zu schaffen und vielleicht dann auch noch was dazu zu schreiben.

Beim zweiten Buch handelt es sich um den Roman „Die Eleganz des Igels“ von Muriel Barbery. Eine 360 Seiten starke Erzählung, die ich in kurzer Zeit durch hatte.

Ich war von Anfang an begeistert. Es war genau die Art Buch, wie ich sie sehr gerne lese. Die Sprache hat mich sehr angesprochen und die Form des Tagebuchs finde ich auch immer wieder spannend.

Erzähler sind eine alternde Concierge eines wohlhabenden Wohnhauses und die altkluge Tochter einer der dort residierenden Familien. Renée Michel, die Concierge, ist Witwe, hässlich und sehr gebildet, versucht aber ihre Bildung vor den Bewohnern des Hauses zu verstecken und tritt als einfältige dem Klischee  der Concierge entsprechenden Frau auf. Paloma Josse ist 12 und möchte sich an ihrem 13. Geburtstag das Leben nehmen, weil das Leben für sie keinen großen Sinn hat. „Niemand scheint an die Tatsache gedacht zu haben, dass, wenn die Existenz absurd ist, darin zu glänzen und Erfolg zu haben keinen höheren Wert hat, als darin zu scheitern.“, schreibt sie im ersten Eintrag ihres Tagebuchs für tiefgründige Gedanken.

Die beiden erzählen von ihrem jeweiligen Alltag, vom Lauf der Dinge in einem wohlhabenden Pariser Wohnhaus. Als Pierre Arthens, ein Bewohner des Hauses, stirbt, zieht jemand neues ein und verändert den Alltag Palomas und Renées, „das flüchtige Leben erstarrt zu einem Juwel ohne Dauer und ohne Ziel“.

Mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht sagen, da das, was den Roman vor allem ausmacht, meiner Meinung nach die Form der Sprache ist, in der er geschrieben ist.

Muriel Barbery spielt mit genialen und wunderschönen Formulieren und schafft es, das auszudrücken, was ich oft „nur“ fühlen kann. Ihre Sprachbilder heben mich in eine Welt, aus der ich nicht mehr heraus wollte. In manchen Sätzen wollte ich baden, einfach ob der Schönheit der Sprache.

Die schönsten und eindrucksvollsten Phrasen unterstreiche ich immer und ich habe ziemlich oft zum Bleistift gegriffen.

Es ist eine Erzählung voll von Wehmut, Melancholie und Schönheit.

Ich als Träumerin war bestürzt über das traurige Ende der Geschichte und wollte es nicht wahrhaben. Am nächsten Tag bin ich in eine Buchhandlung gegangen und habe mir „Die letzte Delikatesse“ von Muriel Barbery besorgt.

Ob ich mir die Verfilmung „Die Eleganz der Madame Michel“ ansehen werde, weiß ich nicht, ich habe Angst, dass die Bilder nicht den Bildern in meinem Kopf entsprechen und meine Version verdrängen könnten.

142#Fühlmäuse I

Tuesday, August 17th, 2010

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141#

Tuesday, August 10th, 2010

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140#urban

Tuesday, August 10th, 2010

heutige Skizzen, das zweite Bild wird wohl noch weiter bemalt =)

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139#30 seconds

Monday, July 26th, 2010

Über Uarrr bin ich auf das da hier gestoßen, welches sich nennt 30 seconds drawing tool. Dabei ist das da da entstanden:

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Schön nich? ^^ ;)

138#Sommerregen

Thursday, July 22nd, 2010

Es ist ein warmer Juliabend, gesegnet von einem Sommerregen. Ich sitze am Fensterbrett, “Dido’s Death” aus “Dido & Aeneas” von Henry Purcell bringt mein Zimmer zum klingen und lässt durch meine weit geöffneten Fenster den Hof mithören. Der Hof duftet nach Pasta und aus den Wohnungen tönen alltägliche Geräusche. Die meisten Fenster sind geöffnet und mir ist, als ob jeder den Sommerregen genießt. “Dido’s Death” ist um die 300 Jahre alt und unendlich traurig, aber in seiner Traurigkeit ergreifend schön. Wie ich da so sitze umgeben vom Duft der Stadt, des Regens und der Pasta, den Klängen der Küchen und Wohnungen und Dido’s Tod bin ich zufrieden. Einfach zufrieden mit mir, zufrieden mit dem Tag, zufrieden mit den Menschen und zufrieden mit der Welt. Ich lasse den Augenblick verweilen, koste ihn aus und genieße ihn. Beim Schlussakkord überkommt mich eine kleine Freude und Lust auf das was kommen mag. Es ist keine Freude, die einen wahnsinnigen Tatendrang in mir auslöst, es ist einfach ein Aufflackern, das mir sagt, egal was passiert, es ist in Ordnung und ich kann damit umgehen, es ist ein inneres Erstarken, das selbst einen Weltuntergang nichtig erscheinen lässt.

“Dido’s Death” aus “Dido & Aeneas” von Henry Purcell

137#update zimtgruen.de

Thursday, July 8th, 2010

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Ich habe endlich mal wieder die Galerie auf www.zimtgruen.de aktualisiert.

Es fehlen zwar noch die Fotos aus Israel, aber das muss noch warten, da muss ich noch auswählen, welche auf die Homepage kommen und welche nicht.

Auch wenn der Tag irgendwo sehr traurig war, hatte er doch einen guten Anfang und ein gutes Ende.

136#Mein Fisch

Thursday, July 8th, 2010

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Ich habe mir im Mai ein Tattoo in den Nacken stechen lassen. Einen Fisch. Meine eigene Skizze.

Natürlich fragt man mich reihenweise, warum einen Fisch. Ich habe viel über das Motiv nachgedacht, was es sein soll, warum und überhaupt.

Es ist ein Fisch geworden, kein bestimmter Fisch. Ein kleiner Fisch, eine Skizze, in schwarz. Ein Fisch in Bewegung.

Ich liebe Wasser, ich liebe Schwimmen und Tauchen, ich habe die Augen unter Wasser immer offen. Es ist ein befreiendes Gefühl zu schwimmen.

Vor zwei Jahren war ich mit einer Person, die mir sehr wichtig ist, in Sardinien. Wir waren an einem Zeltplatz in einer wunderschönen Bucht an der Ostküste. Türkises Wasser, Palmen und Unmengen von unterschiedlichsten Fischen, wie im Reisemagazin. Am Anfang war ich skeptisch vor dem vielen Getier, aber meine Begleitung hat mir gezeigt, wie viel Spaß es macht, den Fischen hinterher zu tauchen oder ganz still im Wasser zu stehen und sich von den Fischen begutachten zu lassen oder einfach nur auf dem Bauch an der Wasseroberfläche zu liegen und zu beobachten, was das Meer unter einem treibt.

Fische sind bunte, schillernde Wesen, die sich elegant und schnell im Wasser bewegen….und manchmal wär ich gern ein Fisch…