105#Zeit zum Träumen bleibt immer

March 10th, 2010

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Grundsätzlich ist es seit ein paar Jahren so, dass ich eigentlich immer was zu tun habe. Also solche Sachen wie irgendwas meist Wichtiges zur Post bringen, Abwaschen, nervige Zahnarzttermine wahrnehmen, bis vor zwei Jahren noch lernen und Hausaufgaben machen, was inzwischen dem Arbeiten für eine Mappe und dem Bearbeiten diverser Aufgabenstellungen für Bewerbungen gewichen ist, und einigen Dingen, die ich mir für mich so vorgenommen habe, wie ein Buch lesen oder zu Ende lesen, kreativ sein, mit Freunden treffen und so weiter. Und wenn ich dann mich auch endlich mal aufgerafft habe, kann ich vor Tatendrang auch nur so strotzen, aber bis dahin ist es meist ein mühsamer und gelegentlich langwieriger Weg. Bei diesem Weg kann mir auch eigentlich nichts und niemand helfen außer ich selbst.

Das fängt meist damit an, dass mein Bett so wahnsinnig verdammt bequem ist, steigerbar dadurch, dass neben mir noch jemand liegt, aber das fällt bis in 95 Tagen sowieso flach. Wenn ich es dann doch mal aus den Federn geschafft und den morgendlichen Klogang hinter mich gebracht habe, knurrt normalerweise mein Magen, was das Problem aufwirft, dass ich mir was zu Essen machen muss, denn die Zeiten, in denen ich 7 war und meine Mama jeden Tag für mein leibliches Wohl gesorgt hat, sind leider vorbei, oder auch nicht leider, bin ich mir noch nicht ganz klar. Irgendwann habe ich dann mit Müh und Not das Frühstück und zumindest die Katzenwäsche hinter mich gebracht. Bis zum Duschvorgang muss dann noch einige Zeit verstreichen, aber auch das krieg ich noch irgendwie in meinem nicht vorhanden oder nur rudimentär oder doch vorhandenen aber nicht durchführbaren Zeitplan unter. Danach gehts erst richtig los, dann muss ich mich nämlich endlich wirklich aufraffen und den Tag starten, also durchstarten, abheben und alles dafür tun, dass der Tag geil und top und überhaupt wird.

An dieser Stelle knabber ich zurzeit immer. Alles, was momentan Priorität hat, ist irgendwie kacke, also nicht kacke, aber nervig. Sockelleisten abschleifen z.B., ich mein, wer macht das schon so richtig mega gern, vor allem wenn man schon verdammt lange über zwei Wochen in die Renovierung der Wohnung gesteckt hat und eigtl schon drin wohnt und die vergilbten Sockelleisten in Flur und Küche einfach hässliche Schönheitsfehler sind, die zu beheben gelten um das ultimative Wohngefühl zu erreichen.

Nunja ich muss zugeben, die Sockelleisten habe ich schon geschliffen und ich bin auch schon ganz stolz auf mich, aber leider muss ich noch diverse andere Dinge bis 16 Uhr erledigt haben….und am besten fang ich jetzt endlich mal an!

Zeit zum Träumen bleibt in der Nacht noch genug.

(Bild via)

104#

March 4th, 2010

Sich mit einem auf der Zunge zerschmelzenden Stück Schokolade in den Schneesturm hinaus zu wagen, kann auch schön sein…

103#Zwölf 2010 Februar

February 28th, 2010

Spät aber immerhin doch poste ich jetzt endlich das Februarbild für das Projekt Zwölf 2010.

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Hier ist das Bild vom Januar zu sehen.

102#sanfte Stärke

February 10th, 2010

Wenn ich Zeit habe, sitze ich eigentlich am liebsten in einem Cafe oder auch in der S-bahn, U-bahn, Tram etc. und beobachte Leute. Besonders in Berlin ist das wahnsinnig interessant, weil die Passanten gar nicht unterschiedlicher sein könnten. In Nürnberg gibt es eigentlich nur die Ghetto-Girls in weißen Stiefeln, zu engen Hosen und pelzbesetzten Plastikjacken und dazu gehörigen Boyfriends, deren Hosenboden in den Schuhen hängt, und die H&M- und Zarakäufer, die reihenweise die gleichen T-shirts, Pullis und Taschen tragen. Die modische Vielfalt in Nürnberg beschränkt sich auf 2 1/2 Straßen in denen mehrmals die Shops von H&M, Esprit & Co auftauchen.

Heute hatte ich eigentlich keine Zeit zum Menschen Beobachten, aber U-Bahn gefahren bin ich trotzdem und da mir die U1 vor der Nase davon gefahren ist konnte ich auch 5 Minuten meiner Zeit fürs Beobachten opfern. Fasziniert war ich von einer Frau, die wohl im Security-Bereich arbeitet. Ihre Statur, ihr Gang und ihre Größe glichen sehr einem Mann. Sie trug eine schwarze Bomberjacke, eine schwarze lockere Jeans und schwarze Lederstiefel mit Stahlkappen. Am Gürtel hing an einer Kette ein Maulkorb für den schwarzen Hund an ihrer Seite, dessen Größe sehr an einen Kampfhund erinnerte, der aber einen sehr sympathischen Blick hatte. Ihr Gesicht dagegen war sehr weiblich und auch ansehnlich und ihr Ausdruck geradezu mild und weich. Ihre schwarz gefärbten Haare hingen glatt bis zur Mitte des Rückens hinunter. Während wir auf die U-Bahn warteten las sie in einem Buch und sah sich zwischendurch nach dem Lärm der Arbeiter, die die Rolltreppen reparierten, um, der sie beim Lesen wohl ein wenig störte.

5 Meter neben dieser Frau stand ein Mann, der durch Kleidung, Gang und Ausdruck sehr an eine Frau erinnerte. Aber das passiert ja momentan öfter, das Männer sehr weiblich wirken. Aber diese zufällige Konstellation wirkte irgendwie grotesk.

Schließlich kam dann auch die U-Bahn und wir stiegen alle ein. Die Security-Frau setzte sich um ihr Buch weiter zu lesen, kam nur irgendwie nicht richtig dazu, weil ihr Hund so anhänglich war und mit den Vorderpfoten unbedingt auf ihrem einen Oberschenkel liegen wollte, sich insgesamt sehr nah an sein Frauchen anschmiegte und ihr ab und zu das Gesicht schlecken wollte. Die Frau beruhigte ihn mit einer sehr sanften Stimme und ich war einfach fasziniert von der Ruhe und Gutmütigkeit die von einem Menschen ausgehen konnte, der durch sein Aussehen eigentlich so viel Power und Macht ausstrahlt, dass man ihm ungern Nachts auf der Straße begegnen möchte.

Mir war sie sympathisch.

101#Startposition

January 29th, 2010

ichgehschlafen von aHeadwork hat gerade meinen Gedankenstrom wachgerüttelt. Einfach nur weil er mich an ein Erlebnis in meiner Kindheit, also vor ca 9-10 Jahren, erinnert hat. Damals stand ich im Freibad auf dem Bock und mich überkam das Gefühl, dass gerade jetzt der perfekte Zeitpunkt wäre, einen Salto zu machen. Ich habe diesen Salto gemacht und es war der beste Salto, den ich je gemacht habe. Diesen Tag konnte dann auch nichts mehr trüben.

Seitdem stehe ich im Schwimmbad auf dem Bock und warte auf dieses Gefühl, warte darauf mir im Leben mit nichts so sicher zu sein, wie damit diesen einen Salto zu springen, darauf all meine Energie für diesen Salto zu sammeln, zu springen, in der richtigen Position ins Wasser einzutauchen, das erfrischende Nass mit meinen Händen und meinem Gesicht zu zerteilen, an den Beckenrand zu schwimmen, aus dem Wasser zu steigen und einzuatmen. Tief einzuatmen und zu wissen, es ist gut so wie es ist! Wie im Film!

Wenn einem etwas schon so vorkommt wie im Film, dann ist es meistens nur ein Traum, eine Illusion und in Wirklichkeit steht man immer noch auf diesem Bock, immer noch in Startposition, auf das letzte Quantum Energie wartend, auf den überspringenden Funken.

Verdammt, ich will doch endlich einfach nur fliegen, springen, rennen. Ich warte schon so lange darauf, dass es endlich losgeht, aber ich warte immer noch. Immer warte ich. Auf den nächsten Tag, auf das nächste Blinzeln, auf den Funken, auf die Menschen, auf die sich kreuzenden Blicke, auf ein Morgen, auf Mich. Ich warte.

Und während ich warte zeichne ich, esse ich Kinder Country, schaue aus dem Fenster, sitze in der S-Bahn, beobachte den Nachbar, der eine Tasse Kaffee trinkt, verfolge die Schneeflocken vor dem Fenster, laufe suchend die Straßen entlang, suche den Blick eines anderen. Vielleicht um etwas von meinem Warten abzugeben, um jemandem begreiflich zu machen, dass ich zum Teufel nochmal keine Lust mehr habe zu warten.  Ich bin startklar, ich kann loslegen, wann kommt das Startsignal?


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100#im Zeichen der Kälte

January 25th, 2010

Der Hundertste Post des Blogs von Zimtgruen.de steht im Zeichen der Kälte, wie die vorhergegangenen Vielen eigentlich auch schon. Soll heißen, es wird Zeit, dass es WÄRMER wird. Nun dem Thema hab ich ja schon einen ziemlich langen ausführlichen Post gewidmet.

Um viel gehts jetzt auch gar nicht, außer dass ich mich in die andauernde Berliner Urkälte gewagt habe oder auch wagen musste um schnellen Schritts diverse Dinge zu erledigen, wie zur Post laufen, wo ich so lang angestanden bin, dass meine Füße hinterher wieder angenehm warm waren, vorher war das Gefühl fast aus ihnen gewichen. Der Weg zur Post führt sowohl zu Fuß als auch mit der Bahn über die Oberbaumbrücke und um mal wieder die Fahrtkosten zu sparen, bin ich zu Fuß gegangen:

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99#Zwölf 2010 Januar

January 25th, 2010

Ich habe mich Ende letzten Jahres für das Fotoprojekt Zwölf 2010 angemeldet und habe nun endlich mein Motiv gefunden.

Zu sehen ist die Spree und der Oststrand Richtung Berlin Ostbahnhof von der Oberbaumbrücke in Kreuzberg aus.

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98#unsere Erde

January 24th, 2010
http://www.vimeo.com/8128504

via Blogpiloten

97#Winter Wonderland?

January 22nd, 2010

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Ich bin irgendwie nicht so der Wintertyp. Ich bin da eher jemand, der davon schlechte Laune bekommt. Kommt noch hinzu, dass ich sowieso jemand bin, der ziemlich leicht fröstelt.

Meine Gefühle für Winter laufen im Grunde so ab, dass ich im November wahnsinnig werde, wenn es nicht richtig kalt und nicht richtig warm ist. Dann freue ich mich auf den ersten Schnee, als hätt ich noch nie welchen gesehen. Ich meine den Winter zu riechen und starre wie gebannt auf mein Weather Widget. Die Vorstellung in einem warmen vom Kerzenschein wohlig strahlenden und duftenden Zimmer sitzend aus dem Fenster zu schauen, vor dem sich Schneeflöckchen Wettkämpfe liefern, welches die imposantesten Bewegungen vollführt, zaubert mir eine freudige Erwartung in meinen Kopf. Wenn es dann an Weihnachten wieder nicht zu weißer Weihnacht kommt, finde ich das schade. Auch zum Jahresende hin freue ich mich über Schnee und die ersten 6 Tage danach genieße ich die weiße Pracht, so vorhanden, sehr. Aber spätestens dann können mich keine Schneeflocken, keine Minusgrade und keine vereisten Gehwege mehr erquicken. Bei dem Gedanken, einen Fuß auf die Straße zu setzen, breitet sich eine Gänsehaut von Kopf bis Fuß aus und der beste Ort in so einer Zeit ist einfach ein kuschelig warmes Bett, in das man sich mit dem Liebsten zurückziehen kann.

Das einzige Mal, dass man Schnee dann noch einmal erdulden kann, ist dann beim Skifahren in den Alpen (oder sonstigen bergigen Gebieten).

Das Problem bei der Sache ist ja nur, dass der Winter eigentlich gerade erst angefangen hat, wenn ich schon den Frühling herbeisehne. Erfahrungsgemäß zeigt sich die kalte Jahreszeit um den 20. März herum noch einmal von ihrer besten Seite.

Mit solchen Abneigungen gegenüber dem Winter schlage ich mich (wie man sich wohl denken kann) jedes Jahr herum. Der Unterschied zu anderen Jahren ist diesmal, dass mein Freund, derjenige, der jeden schlechten Tag zu einem guten machen kann, auf die Südhalbkugel geflogen ist, für ganze 5 Monate. Ich gönns ihm, von ganzem Herzen. Ich wär nur gern auch am liebsten im Warmen und am allerliebsten bei ihm. Ein kalter Winter allein ist noch tausendmal schlimmer, als ein kalter Winter es sowieso schon ist. Und ja verdammt, -7 °C und ein schneidender Wind ist verdammt kalt. Kommt noch hinzu, dass ganz Berlin von einer Eisschicht überzogen ist und man bei jedem Schritt damit rechnen muss, gleich längs auf dem Boden zu liegen.

Ja, es kostet mich einige Überwindung überhaupt aus dem Haus zu gehen, was nicht gerade förderlich ist, wenn man sowohl eine Wohnung als auch einen Job sucht.

96#Less Is More Records

January 21st, 2010

4 am 21-01-2010 um 17.07 #9

Hallo hallo =)

sitze hier in der Küche meines Bruders, trinke Summer Orange und esse Kinder Country (leider das letzte).

Soweit so gut.

Gestern waren mein Bruder und ich im Restaurant Rote Harfe am Heinrichplatz in Kreuzberg. Das Restaurant ist nicht besonders zu empfehlen, es kann sich irgendwie nicht richtig entscheiden, ob es asiatisches, deutsches, italienisches, orientalisches oder sonst welches Essen anbieten möchte. Es war irgendwie eine Mischung aus allem, nur leider hat die Würze da ein bisschen drunter gelitten. Bei einer Granatapfel-Chili-Sauce habe ich mit etwas exotisch scharfem gerechnet, nya es hat nach Salatdressing geschmeckt, das man in nahezu jedem Salat finden kann.

Auf jeden Fall kam in diesem Restaurant dann ein junger Mann mit einem Packen CDs zu uns.

Foto am 21-01-2010 um 17.18

Er präsentierte das Independent Music Label Less Is More Records (die Website ist noch nicht unbedingt fortgeschritten), dass bis jetzt wohl hauptsächlich durch Straßenverkauf existiert hat. Jede CD ist handsigniert von einem der präsentierten Künstler. Gespielt wird Hip Hop, Reggae, Soul und Dancehall in Spanisch und Englisch.

Ich muss sagen, die Musik ist nicht so ganz mein Geschmack, meinem kleinen Bruder aber würde es wahrscheinlich gut gefallen =)

Ich finde das Label auf jeden Fall von seinem Auftreten her irgendwie sympathisch =)