
Ich bin in Herbststimmung.
Wintersemester steht vor der Tür.
Es regnet.
Kein Sommerregen.
Herbstlicher Dauerregen.
Erkältung.

Regenmusik.

heutige Skizzen, das zweite Bild wird wohl noch weiter bemalt =)


Über Uarrr bin ich auf das da hier gestoßen, welches sich nennt 30 seconds drawing tool. Dabei ist das da da entstanden:

Schön nich? ^^
Es ist ein warmer Juliabend, gesegnet von einem Sommerregen. Ich sitze am Fensterbrett, “Dido’s Death” aus “Dido & Aeneas” von Henry Purcell bringt mein Zimmer zum klingen und lässt durch meine weit geöffneten Fenster den Hof mithören. Der Hof duftet nach Pasta und aus den Wohnungen tönen alltägliche Geräusche. Die meisten Fenster sind geöffnet und mir ist, als ob jeder den Sommerregen genießt. “Dido’s Death” ist um die 300 Jahre alt und unendlich traurig, aber in seiner Traurigkeit ergreifend schön. Wie ich da so sitze umgeben vom Duft der Stadt, des Regens und der Pasta, den Klängen der Küchen und Wohnungen und Dido’s Tod bin ich zufrieden. Einfach zufrieden mit mir, zufrieden mit dem Tag, zufrieden mit den Menschen und zufrieden mit der Welt. Ich lasse den Augenblick verweilen, koste ihn aus und genieße ihn. Beim Schlussakkord überkommt mich eine kleine Freude und Lust auf das was kommen mag. Es ist keine Freude, die einen wahnsinnigen Tatendrang in mir auslöst, es ist einfach ein Aufflackern, das mir sagt, egal was passiert, es ist in Ordnung und ich kann damit umgehen, es ist ein inneres Erstarken, das selbst einen Weltuntergang nichtig erscheinen lässt.

Ich habe endlich mal wieder die Galerie auf www.zimtgruen.de aktualisiert.
Es fehlen zwar noch die Fotos aus Israel, aber das muss noch warten, da muss ich noch auswählen, welche auf die Homepage kommen und welche nicht.
Auch wenn der Tag irgendwo sehr traurig war, hatte er doch einen guten Anfang und ein gutes Ende.

Ich habe mir im Mai ein Tattoo in den Nacken stechen lassen. Einen Fisch. Meine eigene Skizze.
Natürlich fragt man mich reihenweise, warum einen Fisch. Ich habe viel über das Motiv nachgedacht, was es sein soll, warum und überhaupt.
Es ist ein Fisch geworden, kein bestimmter Fisch. Ein kleiner Fisch, eine Skizze, in schwarz. Ein Fisch in Bewegung.
Ich liebe Wasser, ich liebe Schwimmen und Tauchen, ich habe die Augen unter Wasser immer offen. Es ist ein befreiendes Gefühl zu schwimmen.
Vor zwei Jahren war ich mit einer Person, die mir sehr wichtig ist, in Sardinien. Wir waren an einem Zeltplatz in einer wunderschönen Bucht an der Ostküste. Türkises Wasser, Palmen und Unmengen von unterschiedlichsten Fischen, wie im Reisemagazin. Am Anfang war ich skeptisch vor dem vielen Getier, aber meine Begleitung hat mir gezeigt, wie viel Spaß es macht, den Fischen hinterher zu tauchen oder ganz still im Wasser zu stehen und sich von den Fischen begutachten zu lassen oder einfach nur auf dem Bauch an der Wasseroberfläche zu liegen und zu beobachten, was das Meer unter einem treibt.
Fische sind bunte, schillernde Wesen, die sich elegant und schnell im Wasser bewegen….und manchmal wär ich gern ein Fisch…
Es fällt mir momentan wahnsinnig schwer meine Gedanken und Gefühle zu selektieren. Ich weiß nicht, wann mein Verstand und wann mein Herz mit mir durch geht, ich weiß nicht auf was ich hören soll, was nur eine Stimmung ist und was ich wirklich ernst nehmen soll. Ich weiß nicht was ich will und wo ich danach suchen kann. Erinnerungen kämpfen mit Zukunftsgedanken. Ich vermisse viel und weiß trotzdem eigentlich genau, warum es gut so ist, wie ich mich entschieden habe, aber manchmal zweifel ich dann doch an mir. Dann liege ich auf dem Bett und sehe all die Dinge um mich herum, alle verknüpft mit Erinnerungen, größtenteils Produkte der letzten 5 Jahre, und vergleiche Vorher und Nachher. Mein Herz fühlt sich eingeengt und ich weiß, dass es verdammt schön war, und bin entsetzt, dass man sowas mit so wenigen Worten einfach Vergangenheit werden lässt.
Ich kann nicht gut allein zu hause sein. Meine Gedanken weilen in der Vergangenheit und halten mich von allem ab, was ich machen möchte…
(ICQ bleibt jetzt aus, das tut nur weh)