Am letzten Tag eines Jahres neigt man gewöhnlich zu zurückblickenden Gedanken, auch ich. Und diesmal bin ich wahnsinnig zufrieden und es geht mir ausgezeichnet damit und ich werde mit einem hervorragenden Gefühl ins neue Jahr starten.
Warum? Ich bin einfach mit allem zufrieden. Alles was ich gemacht habe, habe ich gemacht, weil ich es für richtig hielt oder weil ich einfach und simpel Lust darauf hatte. Ich stehe hinter allen meinen Entscheidungen und Handlungen, ich bereue keine einzige. Ich habe wahnsinnig viel erlebt vom 1.1. an bis heute und es sieht nicht so aus, als ob das mit dem neuen Jahr abreißen würde.
Und deswegen wünsch ich der ganzen Welt ein frohes neues Jahr ;D
Ich muss ein Fazit schreiben. Mir fällt zur Hölle nichts ein! Ich kann doch nicht einfach nochmal schreiben worüber ich schon geschrieben habe…okay normalerweise ist ein Fazit nichts anderes, aber ich komm mir so doof dabei vor. grml. Da bekomm ich gleich wahnsinnig große Lust auf essen. aaaaaaah
Mir würden 1000 Dinge einfallen, die ich jetzt machen könnte, aber ich mache sie nicht, weil ich ja das Fazit schreiben muss und stattdessen mache ich nichts, starre Löcher in die Luft, lese die neuesten Facebook-, Twitter-, Weltnachrichten und versuche die Spinne, die an meinem Fenster auf und ab krabbelt, mit Blicken zu töten. Zwischendurch verschlucke ich mich noch an erkaltetem Tee und kritzel Schimpfwörter auf ein Stück Papier.
Ich mein, ich weiß ja eigentlich, was in diesem dummen Fazit stehen muss, aber ich finde einfach keine passenden Worte….
[viel Zeit dazwischen]
Okay…ich hab ein Fazit geschrieben und ich habe wunderbar wiederholt, was ich schon in Einleitung und Hauptteil geschrieben hab. Ist das nicht schön. HA
Alles kacke
So und diesen sinnlosen Eintrag beende ich jetzt auch!
es fühlt sich irgendwo manchmal auch gut an zerstört und verkatert im Bett rumzulungern. sich zu fragen, wo oben und unten ist und einfach nur Musik zu hören!
Endlich ist es Sonntag Abend, endlich ist die Woche vorbei. Eine Woche in der ich kaum irgendwas aufschreiben konnte. Ich war einfach sprachlos. Konnte nicht in Worte fassen, was mir da passiert. So generell ist das alles vielleicht gar nicht schlimm bzw. nur halbschlimm, aber es ist verdammt nochmal alles in einer Woche passiert. Am Montag hats angefangen, am Samstag hats geendet und ich konnte die Woche wenigstens mit einem angenehm erholsamen Sonntag beenden. Vielleicht ein gutes Zeichen (ich neige dazu, warum auch immer, Zeichen zu suchen)
Montag fing ganz gut an. Ohne mir einen Wecker zu stellen (und das ist ungefähr das beste wie ein Tag anfangen kann), schlief ich bis halb 1 und frühstückte majestätisch Knäckebrot. Da meine zauberhafte Mitbewohnerin er geschafft hat unseren absolut unzauberhaften Wäscheständer restlos zu zerstören, beschloss ich einen neuen zu kaufen. Das Wetter war schön, ich musste noch mehr Dinge erledigen und außerdem geht’s so schön flott und so fuhr ich mit dem Fahrrad. Keine gute Idee, wie sich herausstellte. Ein eingeschweißter Wäscheständer verhält sich nämlich wie ein Segel und der Wind aus Westen in Berlin ist tödlich, nahezu. Auf jeden Fall stürzte ich und bremste mit dem Ellbogen. Alter, das waren wirklich Schmerzen. Diese Schmerzen, der Ärger über mich selbst und der Schock über den Sturz nahmen mich so sehr mit, dass ich mich auf einer Parkbank niederließ und heulend die Welt verfluchte. Und mit jedem Windstoß (also alle 30 Sekunden) tat meine Verletzung echt weh. Dass ich mich davon so niederschmettern ließ, finde ich inzwischen fast amüsant. Das Heulen ist mir nämlich im Laufe der Woche vergangen, das Lachen aber auch.
Nach dem ich meine Wut dann zuhause an der Plastikverkleidung des verfluchten Wäscheständers ausgelassen hab und der ganze Flur von Folie übersät war, hatte ich mich soweit beruhigt und zauberte einen wunderbaren Pfifferlingssalat. Damit fuhr ich dann zu Freunden nach Wedding. Mit der Bahn! Ich wollte nämlich nicht nochmal stürzen während ich etwas transportierte. Auch das stellte sich als Fehler heraus.
Mit meinen ganzen Freunden war es wirklich toll und leicht angetrunken fuhr ich wieder nach hause und hörte Dirty Doering – I Would. Die Musik und der parkähnliche Innenhof der Häuser, wo ich wohne, versetzten mich in eine gute Stimmung. Die jäh zerstört wurde, als mir von hinten der Mund zugehalten, ich zu Boden gerissen wurde und man mir in den Schritt griff. Durch Schreien und Treten (vielleicht konnte ich ihm auch die Eier zerquetschen) trieb ich den Angreifer in die Flucht und stürzte schluchzend in meine Wohnung.
Der Dienstag begann mit einer Stunde herzzerreißendem Schluchzen. Ich hab mich glaub ich noch nie so schlecht gefühlt.
Ansonsten war es ein Tag am Rande eines Nervenzusammenbruchs und den Abend und die Nacht verbrachte ich in der Wohnung meines Bruders.
Mittwoch schaffte ich es sogar ein bisschen zu lernen, danach besoff ich mich dann in der Jatz Bar. War auf jeden Fall lustig, danach dann nicht mehr so.
Donnerstag war auch nicht schlimm. Ich musste arbeiten, mit Kater zwar, aber das war in Ordnung. Danach machte ich mir einen schönen Mädchenabend mit Lene. Das Heimfahren war zwar nicht so cool, weil ich mich gefühlt tausendmal fast zu Tode erschreckt hab, aber es war ein guter Tag.
Freitags deckte ich mich mit Klamotten ein und fuhr dann zur Arbeit. Dort richteten wir eine Veranstaltung für eine Firma aus, in der nur alte Säcke arbeiteten, die sich alle auf Kosten der Firma den Alkohol hinter die Birne kippten und mir dementsprechend widerwärtige Sprüche zuwarfen. Gehen wir nachher noch Boot fahren sagte einer, der nächste bedankte sich, als ich ihm ein Pils hinstellte Dankeschön, ich muss ja noch meine Viagra runterspülen, und als mich einer auf meine Schürfwunde am Ellbogen ansprach, ob ich einen Fahrradsturz hatte, sagte ein anderer Nein, das ist doch ein Teppichluder. Telefonnummern wurden angeboten und angesprochen wurde ich grundsätzlich nur mit Engelchen, Schätzchen etc. Nach der Veranstaltung betrank ich mich noch mit Kollegen. Wir landeten in einer Bar in Kreuzberg, dort legte ich mein iPhone neben mich auf den Stuhl mit sozusagen Körperkontakt zu mir. Ich war kurz abgelenkt und schon wars weg. Ich war schon zu betrunken um mich wahnsinnig aufzuregen, das kam erst mit der Ernüchterung, dafür betrank ich mich dann restlos und fiel Samstag Morgen um halb 10 in Bett.
Karte wurde gesperrt, Passwörter geändert und ich hatte den schlimmsten Kater seit Wochen. Die arme Dame im T-Punkt musste meine Fahne, meinen Ärger und meinen Frust aushalten und mir erklären, dass ich leider erst wieder im März ein iPhone mit meinem Vertrag bekommen kann, weil mein Vertrag zu jung ist. Tja und 600 Euro hab ich leider nicht. Das süße Café mit dem netten Inhaber konnte mir dann kein Frühstück mehr machen, weil sie eine geschlossene Veranstaltung ausrichteten und im nächsten Restaurant hatten sie keine Garnelen mehr für meinen Lieblingssalat. Meine am Freitag neu gekaufte Strumpfhose sieht man kaum noch, weil sie so zerrissen ist. Wie ich das hinbekommen habe, weiß ich allerdings nicht. Der Riemen meiner Ledertasche ist jetzt mit Draht an der Tasche befestigt und irgendwie hat sie einen kleinen Schnitt abbekommen und mein Magen rebelliert.
Ab da gings dann wieder bergauf. Meine zauberhafte Mitbewohnerin brachte mir eine Schokolade aus weiß der Kuckuck wo mit, ich sah mir im Kino mit den Mädels Männerherzen (schön, seichte Schnulze) an und besuchte dann noch ein tolles Konzert von Josephine im Acud, wo ich schließlich noch mit einem schönen Mann redete, der mir leider durch die Lappen ging, weil er seine Freunde aus einer anderen Bar holen wollte, aber nicht mehr auftauchte bis das Konzert zu Ende war und ich dann nicht mehr warten wollte, weil ich einfach erschöpft, übermüdet und am Ende war.
Heute bekam ich frei, erstand ein schönes Kleid am Flohmarkt, hatte ein leckeres Brunch mit Lene und Vanessi, der gar nicht so anstrengend und fürchterlich war, wie man es als Kellner immer wahrnimmt und später noch einen Tee in einem süßen Café. Abschließend um den Gammeltag perfekt zu machen gönnte ich mir mit Lene zusammen gleich nochmal einen Kinobesuch mit Matthias Schweighöfer “What a man” =)
Möchte mir jemand sein altes nicht mehr gebrauchtes iPhone bis März überlassen? Mit Lenes Samsungding komm ich nicht zurecht und es wird meinem Vertrag auch nicht gerecht.
Manchmal bin ich mir nicht ganz sicher, ob das gut ist, wie ich mein Leben gerade führe. Ich kann nicht sagen, dass ich momentan wahnsinnig glücklich wäre. Wenn ich alleine bin, bin ich sogar oft ziemlich unglücklich. Es ist nicht schlimm, ich leide nicht oder so, aber ich bin auch nicht so glücklich, wie ich es schon einmal war.
Wenn ich nicht alleine bin, dann bin ich aufgekratzt, lustig und immer für einen Flirt zu haben, verstecke vielleicht die Tatsache, dass ich allein sein hasse. Die Dinge werden dann ein bisschen egal. Ich rede über Sex und Flirts wie über ein Paar Socken. Manche halten mich für einen Spritty, fragen mich, ob ich kein zuhause hätte und meinen, ich hätte kein Gewissen. Sicherlich ist bei all dem ein großes Korn Spaß dabei, aber trotzdem. Ich habe ein zuhause, aber was soll ich da allein? Ich habe ein Gewissen, ein sehr ausgeprägtes sogar, aber was bringt mir das gerade in diesem Moment? Was bringt es mir, nüchtern nach hause zu fahren, dort allein auf der Couch zu sitzen, Schokolade zu futtern und mir zu sagen: “Pauline, es ist gemein und schlecht, wie du dich manchmal verhältst!”? Ich bin kein schlechter Mensch, ich bringe niemandem Unglück, außer mir selbst vielleicht manchmal, in dem Maße wie man sich eben manchmal Unglück bringt, ich bin auch nicht kalt und abgestumpft und egoistisch und was weiß ich. Ich bin einfach nur ein Mensch auf der Suche nach irgendwas, nach einer Ahnung von Glück und Liebe und Happiness, und ich verhalte mich anders, als ich es noch vor 2 oder 3 Jahren getan habe. Und manchmal mache ich Dinge und finde sie irgendwo gut oder zumindest in Ordnung, gleichzeitig will ich dann aber so schnell wie möglich weit weit weg.
Aber, ich weiß es nicht! Alles ist wie ein großes Fragezeichen! Ich analysiere mich die ganze Zeit selbst. Versuche mich selbst zu verstehen, komme mir und dem ganzen Ich aber kein Stück näher, verwirre mich nur noch weiter und wundere mich, ob es ein Richtig oder Falsch gibt, eine Moral, eine Wahrheit, ein ‘thumbsup’, einen Anhaltspunkt, oder ob ich einfach so weiter machen soll, bis ich endlich gegen eine Wand renne oder sich vor mir der Ozean öffnet, um mich in seine wogenden Arme zu empfangen und durch Gezeiten und Stürme und Flauten und sanften Wellengang zu tragen. Und ich frage mich, ob ich mich einfach völlig in mir selbst, in dieser Stadt, in diesem Leben verloren habe, oder ob ich eigentlich an einem Stück roten Faden hänge, nur gerade versehentlich die Augen zu gemacht und vergessen habe, sie wieder zu öffnen und es sich deswegen anfühlt, als würde ich orientierungslos zwischen Raum und Zeit umher schwirren. Nur wann fällt es mir wieder ein, dass ich die Augen aufmachen muss um zu wissen, dass ich weiterhin einem Kurs folge?
In Nürnberg ist dieses Wochenende Bardentreffen. Bands und Musiker aus aller Herren Länder geben ihre Songs zum Besten, unter anderem Árstíðir.
Árstíðir kommen aus Island und haben das Publikum begeistert, dass sich trotz Regen in der Katharinenruine in der Nürnberger Altstadt eingefunden hatte.
Leider haben die vielen Regenschirme oft die Sicht eingeschränkt.
“Es hilft nicht, sich fort zu wünschen, sich stärker und mutiger zu wünschen; man muss einfach die Klappe aufreißen. Irgendwas sagen; sich blamieren, verlieren, vielleicht, vielleicht nicht. Man sollte kleine Stückchen Glück auflesen; sie sammeln, bis irgendwann ein gewisser Grad an Zufriedenheit erreicht ist – Und die Frage, ob man ihn je erreichen wird, man ihn überhaupt erreichen kann, einfach mal in den Wind schreiben.
Ich weiß das, eigentlich, aber die Theorie saugt so vieles in sich auf. Es gilt, gegen die Massen von Gedanken anzukämpfen, die sich ausmalen, was alles geschehen könnte. Das Hin- und Herwenden aller Möglichkeiten ist definitiv ein Fluch.”
Das hat queen of maybe geschrieben und sie hat sowas von Recht.